Erneuerungen stärken Österreichs Tourismus

Österreich, das Land der Berge, verfügt nach Meinung von Experten über große Potentiale, die nur unzureichend genutzt werden. Um für bessere Ergebnisse im Tourismusgewerbe zu sorgen, müssen die einzelnen Branchen zunehmend kooperieren, anstatt nur bereichsspezifische Weiterentwicklungen vorzunehmen. Sofern es nicht zu solch einer Vernetzung kommt, wird die daraus resultierende fehlende Innovation zu einem Nachteil für den gesamten Sektor. Während der Tourismus momentan eher aus vielen Einzelkämpfern besteht, hat man bereits in der Automobil- und der IT-Industrie erkannt, dass man durch Kooperation Neues schaffen kann, was das Geschäft aufblühen lässt. Solch ein Aufblühen im Tourismus wurde das letzte Mal vor rund 20 Jahren sichtbar, als in der Ski-Industrie Carver eingeführt hatte, seitdem beschränkt sich die Innovation eher auf die Entwicklung zu „besseren“ Gegenständen (ein einfacher Spa wird zum riesigen Luxus-Spa).

Kopien schaffen es nicht, die Tourismuswirtschaft zu stärken

Wohin es führt, Kopien vor Innovation zu setzen, betont Reiter anhand des Skywalks: An sich sei die Innovation aus der USA wunderbar, um die Berge Österreichs gut darzustellen, allerdings führe die Wiederholung der Angebote, von denen mittlerweile etliche zu finden sein dazu, dass sie keine Besonderheit mehr darstellen. Fakt sei, dass Österreich Innovationen durch die Kooperation verschiedenster Branchen benötigt, die sich gemeinsam von den bisherigen Strategien lösen und etwas Neues schaffen, um sich weiterhin in der Tourismuswirtschaft durchsetzen zu können.

Innovation entsteht durch Kooperation

Bereits sichtbar ist eine Vernetzung der Branche des Tourismus mit der Automobilindustrie. So ist zum Beispiel die Cabrio-Seilbahn zu einer beliebten Attraktion geworden. Die Innovation sei nicht sonderlich umfangreich, sorge aber dafür, dass die Touristen beeindruckt wären, während sie die Sonne während der Fahrt genießen zu können, so Reiter. Die Kooperation der genannten Branchen macht sich aber auch bei einer Gondel im Hochzillertal bemerkbar, wo die Gäste mit dem Interieur von einem 7er-BMW unterwegs sind.

„Innovationen sind kein Garant mehr für wirtschaftlichen Erfolg“

Dass Neuerschaffungen den Tourismus zwar stärken können, aber sie dennoch keine Garantie für ökonomischen Erfolg darstellen, betont Karin Leeb vom Hotel Hochschober. Es sei nicht nur sehr schwer innovativ zu sein, die Neuerschaffungen müssen auch nicht immer zu zusätzlichen Gästen führen. So reagierten viele Besucher des Hotels sehr positiv auf Getränkeschatzkisten an Wanderwegen oder auf das beheizte Bad im hoch gelegenen See, mehr Zimmer wurden jedoch nicht gebucht.

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